Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Mainz

StartAktuellFindenMaterialĂśber unsLinksArchiv



Aufruf 2017

Der Aufruf zum Mainz-Wiesbadener Ostermarsch 2018 kann unterzeichnet werden

Der Mainz-Wiesbadener Ostermarsch wird turnusgemäß am Karsamstag, 31. März 2018 in Wiesbaden stattfinden, 10.30 Uhr Hauptbahnhof

 

Arbeitskreis Ostermarsch Mainz-Wiesbaden                                                                           06.12.2017
 
c/o DFG-VK Mainz, Walpodenstr. 10, 55116 Mainz oder
c/o Helmut Peiler, Heinrichsberg 3, 65193 Wiesbaden
zell-peiler<at>t-online.de
Tel.: 0611-9012740  
 
 
Liebe Friedens-Freundinnen und Friedens-Freunde,
 
auch im Jahr 2018 wird die Ostermarschinitiative Mainz–Wiesbaden den traditionellen Ostermarsch durchführen. Ihr erhaltet beiliegend den Aufruf zur Teilnahme am Ostermarsch mit der Bitte, diesen politisch, organisatorisch und finanziell zu unterstützen.
 
Die Demonstration findet am Karsamstag, 31. März 2018 in Wiesbaden unter dem Motto "Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt!" statt. Die Auftaktkundgebung beginnt um 10.30 Uhr am Hauptbahnhof Wiesbaden. Die Demonstration endet auf dem Mauritiusplatz mit Abschlusskundgebung und Kulturprogramm. Über die weitere Entwicklung werden wir Euch auf dem Laufenden halten.
 
Wie kann eure UnterstĂĽtzung aussehen?
1. den Aufruf unterzeichnen (d. h., als Organisation gleichberechtigt mit anderen zum Ostermarsch aufzurufen), sowie 50 € Kostenbeteiligung zahlen
2. die Kosten auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, in dem ihr einen Spendenbeitrag an die Ostermarschinitiative entrichtet.
3. in dem ihr mithelft, unser gemeinsames Anliegen in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, sodass sich möglichst viele Menschen am Ostermarsch beteiligen.
 
Bitte diskutiert darĂĽber in euren Organisationen und schickt Euer Diskussionsergebnis bis zum 18. Januar 2018 entweder an die DFG-VK Mainz oder an Helmut Peiler (s.o.)
 
Der Aufruf soll dann möglichst schnell in Druck gehen. Der Text wird wieder wie in den vergangenen beiden Jahren als Faltblatt gedruckt werden.
 
Beiträge und Spenden für den Ostermarsch bitte an:
DFG-VK Mainz, GLS-Bank, IBAN: DE05 4306 0967 4006 1617 41, Stichwort: Ostermarsch

Mit pazifistischen GrĂĽĂźen
Helmut Peiler und Dieter Engel

 

 

Aufruf zum Mainz-Wiesbadener Ostermarsch 2018

 

Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt!

Aufruf zum Mainz-Wiesbadener Ostermarsch 2018 als pdf

Die Welt ist aus den Fugen geraten. Die Spannungen zwischen NATO und Russland können zum Krieg in Europa und weltweit eskalieren. Nationalistische und faschistische Kräfte verschaffen sich zunehmend Gehör. Im Nahen Oster werden immer mehr Länder von Kriegen verwüstet. Die Türkei führt Krieg nach innen und außen und verwandelt sich in eine Diktatur. In Ostasien steigt die Kriegsgefahr. Präsident Trump lässt kaum eine Gelegenheit aus, Öl ins Feuer zu gießen: Nord-Korea und Iran.
 
Statt konsequent eine Politik der Deeskalation zu betreiben, setzt die Bundesregierung auf Ausbau und Einsatz der Bundeswehr. Einige Stimmen fordern, die Aussetzung der sogenannten Wehrpflicht zu widerrufen. Die Bundeswehr soll weiterhin weltweit und grundgesetzwidrig im Innern eingesetzt werden.
Eine Abkehr von dieser Politik ist dringend geboten. Innerstaatliche und internationale Konflikte dĂĽrfen nicht mit Gewalt ausgetragen werden.
 
Für Frieden im Nahen Osten – gegen deutsche Kriegsbeteiligung
Kriege zerstören Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen und Jemen. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Westliche Militärinterventionen und Angriffskriege hinterlassen Zerstörung und dauerhaften Krieg.
Der Aufstieg des IS war auch eine Folge jahrzehntelanger verfehlter Politik westlicher Staaten. Militärinterventionen, Waffenlieferungen sowie Unterstützung diktatorischer Regime lösen die Konflikte nicht, sondern sie verschlimmern sie, erzeugen mehr Krieg und Terror.
 
Ukraine: Deeskalation und friedliche Konfliktbeilegung
Der Krieg in der Ost-Ukraine birgt noch immer die Gefahr einer Eskalation. USA, EU und Russland sind gefordert, gemeinsam friedliche Lösungen mit der Ukraine zu erarbeiten. Das friedliche Haus Europa kann nur mit, nicht gegen Russland erreicht werden. Deshalb Schluss mit Wirtschaftsboykott gegen Russland. Schluss mit Säbelrasseln und provokanten Manövern an den Grenzen. Für eine Konfliktlösung im Rahmen des Völkerrechts.
 
Auslandseinsätze beenden, für eine friedliche Außenpolitik
Seit den 1990er Jahren führt Deutschland wieder Krieg. Die Bundeswehr wurde zu einer „Armee im Einsatz“, zur Sicherung von Rohstoffquellen, Absatzmärkten und Handelswegen. Es wird immer wieder versucht, die parlamentarische Zustimmungspflicht für Auslandseinsätze aufzuweichen und Auslandseinsätze somit zu erleichtern. Wir fordern die sofortige Beendigung aller Auslandseinsätze. Die Außenpolitik Deutschlands und der EU sollte zivil, nicht militärisch sein, deshalb lehnen wir eine Beteiligung an der Europäischen Verteidigungs- und Sicherheitsunion ebenso ab wie die Erhöhung der Rüstungsausgaben auf 2% des Bruttoinlandsproduktes.
 
Grenzen öffnen für Menschen - Grenzen schließen für Waffen
Deutschland ist drittgrößter Waffenexporteur der Welt. Die deutschen Waffenexporte - auch an kriegführende autoritäre menschenrechtsverletzende Staaten wie die Türkei, Saudi-Arabien und Katar - wurden entgegen aller Versprechungen nicht zurückgefahren. Die Aufrüstung von Kriegsparteien verschärft die Probleme. Sie können nur mit friedlichen Mitteln bei Einhaltung des Völkerrechtes und Achtung der Menschenrechte bewältigt werden.
 
Zivile Produktion statt RĂĽstungsexporte
Die Konversion von Rüstungsproduktion ist nötig, ebenso wie das Ende von militärischer Forschung an den Hochschulen. Rüstungsausgaben müssen drastisch reduziert und die eingesparten Rüstungsmilliarden für die Bildung, Gesundheit und soziale Sicherheit verwendet werden.
 
Friedensbildung statt Militarisierung
Auch wenn in Deutschland zur Zeit niemand mehr zwangsweise gemustert und einberufen wird, ist die sogenannte Wehrpflicht keineswegs abgeschafft, sondern nur ausgesetzt. In vielen Staaten in aller Welt werden Menschen wegen Kriegsdienstverweigerung verfolgt. Wir fordern das uneingeschränkte Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung und Asyl für Menschen, die sich dem Krieg verweigern.
Die Bundeswehr wirbt verstärkt in Bildungseinrichtungen – nicht nur in Schulen, sogar schon in Kindergärten. Aber auch bei Ausbildungsmessen, in Arbeitsagenturen, in Medien und bei Volksfesten wird um Nachwuchs und für Zustimmung für die von ihr geführten Kriege geworben. Schluss mit der Werbung für Krieg und Militär!
 
FĂĽr eine Welt ohne Massenvernichtungswaffen
Atomare, biologische und chemische Waffen lehnen wir strikt ab, erst recht die vorgesehene Modernisierung der in BĂĽchel in der Eifel stationierten Atomwaffen. Wir begrĂĽĂźen den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen und fordern, dass Deutschland ihn unterzeichnet.
Auch die friedliche Nutzung der Atomenergie gefährdet unsere Zukunft. Zur Energiewende und einer ressourcenschonenden Wirtschaftsweise gibt es keine Alternative. Nachhaltiges Wirtschaften und eine gerechte Weltwirtschaftsordnung sind auch Friedenspolitik.
 
Von unserer Region geht Krieg aus
In Wiesbaden und im Rhein-Main-Gebiet konzentrieren sich wichtige Einrichtungen der US-Kriegsmaschinerie, u.a. das europäische Hauptquartier der US-Armee, das Army Airfield Wiesbaden in Erbenheim, das zentrale NSA-Kommunikationscenter für Europa, Asien und Afrika sowie weitere NSA-Spionagestützpunkte.
FĂĽr den Drohnenkrieg der USA ist Ramstein eine zentrale Basis, und auch Deutschland strebt nach Kampfdrohnen.
 
Krieg darf kein Mittel der Politik sein.
Krieg und Gewalt sind keine Lösung bei Konflikten.
Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit.
Krieg ist organisierter Massenmord.
Krieg schafft die Voraussetzungen fĂĽr neue Kriege und neue Gewalt.
 
Dieser gefährlichen Dynamik stellen wir uns entgegen. Wir setzen uns für Abrüstung, Entmilitarisierung, gewaltfreie Konfliktlösung und die Beseitigung aller Kriegsursachen ein.
 

Zur Einstimmung auf den Ostermarsch 2018 Reden, Bilder und Filme vom

Letztes Update: 17.12.2017 18:17
Druckversion Kontakt Impressum