Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Mainz

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„tekom – Handlanger des Waffenhändlers Heckler & Koch!“

Pressemitteilung
Flugblatt

Friedensbewegung protestiert gegen Verleihung

des tekom-Dokupreises an H&K in Wiesbaden

Am heutigen Donnerstag, den 5. November 2009, erhält die Oberndorfer Waffenschmiede Heckler & Koch (H&K) um 19.00 Uhr im Dorint Pallas Hotel in Wiesbaden den „tekom-Dokupreis“ des Jahres 2009. Die tekom ist „weltweit das größte Event im Bereich der Technischen Kommunikation“. Sie empfängt mehr als 2.500 Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Technische Kommunikation und Informationsmanagement.

Der diesjährige tekom-Preisträger Heckler & Koch ist kein Unternehmen, das sinnvolle zivile Produkte fertigt, die unsere Gesellschaft dringend benötigt. Ganz im Gegenteil: H&K ist Europas größter Hersteller von Pistolen und Gewehren. Mit Genehmigung der Bundesregierungen konnte H&K so genannte „Kleinwaffen“ an mindestens 88 Staaten exportieren. Allein für das Schnellfeuergewehr G3 wurden durch den Lizenzgeber – die Bundesregierung – Nachbaurechte an 15 Staaten erteilt. Darunter befinden sich viele Scheindemokratien und Diktaturen, wie die Türkei, Pakistan und der Iran. Das G3-Nachfolgemodell, das noch präziser schießende Sturmgewehr G36, befindet sich bereits bei 35 Staaten im Einsatz.

Opferzahlen sind erschreckend: 19 von 20 Menschen sterben in Kriegen und Bürgerkriegen durch den Einsatz von „Kleinwaffen“. Bis zum heutigen Tag sind mehr als 1.500.000 Menschen durch Waffen erschossen worden, die von Heckler & Koch entwickelt worden sind. Damit ist H&K Deutschlands tödlichstes Unternehmen! Durchschnittlich alle 14 Minuten stirbt ein weiterer Mensch durch eine Kugel aus dem Lauf einer H&K-Waffe – weitaus mehr werden verstümmelt.

Aus moralischen und ethischen Gründen halten wir die Verleihung des tekom-Preises 2009 an Heckler & Koch für eine skandalöse Fehlentscheidung. Wir fordern, dass die tekom ausschließlich Preisträger benennt, die sinnvolle nicht-tödliche Produkte herstellt, zum Beispiel im Bereich des Umweltschutzes oder der Medizintechnik.

Die unterzeichnenden Friedensorganisationen protestieren vor dem Dorint Pallas Hotel in Wiesbaden gegen die dort erfolgende tekom-Preisverleihung. Mit der Preisverleihung an H&K diskreditiert sich die tekom selbst und macht sich zum Handlager von Deutschlands größtem Rüstungsexporteur von Kleinwaffen.

Trägerorganisationen:

  • Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK, Bundesverband und Landesverband Hessen)
  • Ohne Rüstung Leben (ORL)
  • RüstungsInformationsbüro (RIB e.V.)
  • Deutsches Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS)
  • Friedensaktivistinnen und -aktivisten aus dem Raum Wiesbaden

Weitere Informationen: ORL, Arndtstraße 31, 70197 Stuttgart

www.dfg-vk.de und www.rib-ev.de

V.i.S.d.P.: J. Grässlin, DFG-VK-Bundessprecher, www.juergengraesslin.com

Bundesgeschäftsstelle, Kasseler Straße 1A, 60486 Frankfurt

Letztes Update: 24.11.2009 16:42
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