Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Mainz-Wiesbaden

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Alle Bilder: Gernot Lennert, wenn nicht anders angegeben.

Feier: Ein Jahr Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags der UN

Am Samstag, den 22. Januar 2022 jährte sich das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags der Vereinten Nationen.

Das wurde weltweit und auch in Mainz gefeiert.

Samstag, 22. Januar 2022,
11 Uhr, Martin-Kirchner-Str., vor Haus Nr. 38, Mainz-Bretzenheim
(Haltestellen Ludwig-Nauth-Str. + Martin-Kirchner-Str.)

Bevor auf den Atomwaffenverbotsvertrag angestoßen wurde, sprachen:

  • Beate Körsgen, Versöhnungsbund Regionalgruppe Mainz
  • Christoph Hand, Ortsvorsteher Mainz-Altstadt, "Mayor for Peace"
  • Andrea Oppacher-Friedrich, Nachhaltigkeitsgruppe Mainz-Bretzenheim
  • Dr. Brian Huck, Ortsvorsteher Mainz-Altstadt, "Mayor for Peace"
  • Dagmar Wolf-Rammensee, ÖDP
  • Heidi Kassai, International Campaign to Abolish Nuclear Weapons
  • Ute Wellstein, IPPNW - Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung

Musikalisch begleitet wurde die Feier von Christoph Weiß und Rüdiger Schilp

Wir feierten, auch wenn wir über die Ergebnisse des Koalitionsvertrages entsetzt sind.

Mit der Festlegung auf die Anschaffung neuer Trägerflugzeuge für die Atombomben in Büchel wird die nukleare Teilhabe zementiert!

SPD und Grüne widersprechen allen zuvor gegebenen Beteuerungen zur nuklearen Abrüstung!

Stattdessen wollen sie die nukleare Aufrüstung unterstützen!

Es lud ein:
Versöhnungsbund, Regionalgruppe Mainz, unterstützt von der DFG-VK Mainz-Wiesbaden

 

Atomwaffen: Rechtliche Ächtung bei akuter Atomkriegsgefahr

Bezüglich Atomwaffen sind weltweit zur Zeit zwei gegenläufige Tendenzen zu beobachten:

Einerseits haben wir einen gewaltigen Fortschritt bei der Ächtung der Atomwaffen im internationalen Recht erreicht: Im Januar 2021 konnten wir das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags der Vereinten Nationen feiern. Der Vertrag trat in Kraft, nachdem ihn 50 Staaten unterzeichnet hatten. Inzwischen gibt es bereits 54 Vertragsparteien.

Bemerkenswert ist, dass der Vertrag auf Initiative der Friedensbewegung zustande kann, namentlich dank des Engagements der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, der International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN), der dafür der Friedensnobelpreis zuerkannt wurde. Ein sehr seltener Erfolg für uns, der zu Recht am 22. Januar gebührend gefeiert wird.

Während Atomwaffen rechtlich zunehmend geächtet werden, ist die Atomkriegsgefahr enorm gestiegen. Das Bulletin of the Atomic Scientists zeigt seit 1947 jedes Jahr in der sogenannten Doomsday Clock, der Weltuntergangsuhr, an, wie hoch die führenden Atomwissenschaftler und –wissenschaftlerinnen die Atomkriegsgefahr einschätzen: Seit 2020 steht die Weltuntergangsuhr auf 100 Sekunden vor Zwölf, was am 20. Januar 2022 bestätigt wurde. Zum Vergleich. 1981, einem der Höhepunkte des Kalten Kriegs, stand die Uhr auf vier Minuten vor Zwölf. 1991 stand sie auf 17 Minuten vor Zwölf.

 

Eindrücke und Bilder von der Feier des Inkrafttretens des Atomwaffenverbotsvertrags 2021

Rede von Gernot Lennert, Landesgeschäftsführer der DFG-VK Rheinland-Pfalz
bei der Kundgebung 25 Jahre Widerstand gegen die Atomwaffen in Büchel. Auch in Mainz! am 18.6.2021 in Mainz

 

 

 

 

Beate Körsgen, Versöhnungungsbund
Christoph Hand, Ortsvorsteher Mainz-Neustadt
Dr. Brian Huck, Ortsvorsteher Mainz-Altstadt
Ute Wellstein, IPPNW
Heidi Kassai, ICAN
Ute Wellstein, IPPNW
Licht im Dunkeln: Ein Jahr Atomwaffenverbot. Motto von ICAN. Foto: Heidi Kassai
Fotos ab hier: Harald Gewehr
Letztes Update: 18.02.2022 22:18
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