Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Mainz-Wiesbaden

Der Aufruf zum Mainz-Wiesbadener Ostermarsch 2026 kann unterzeichnet werden

Der Mainz-Wiesbadener Ostermarsch findet 2024 turnusgemäß in Wiesbaden statt.

WIESBADEN

Karsamstag, 4. April 2026
10.30 Uhr, Hauptbahnhof Wiesbaden

Auch im Jahr 2026 wird der Ostermarschkreis  Mainz–Wiesbaden den traditionellen Ostermarsch durchführen. Nachfolgend der Aufruf zur Teilnahme am Ostermarsch mit der Bitte, diesen politisch, organisatorisch und finanziell zu unterstützen.

Die Demonstration findet am Karsamstag, 4. April 2026 in Wiesbaden unter dem Motto "Den Frieden lernen – nicht den Krieg!" statt. Die Auftaktkundgebung beginnt um 10.30 Uhr am Hauptbahnhof Wiesbaden. Die Demonstration endet auf dem Mauritiusplatz mit Abschlusskundgebung und Kulturprogramm.

Wie kann Eure Unterstützung aussehen?
1. den Aufruf unterzeichnen (d. h., als Organisation gleichberechtigt mit anderen zum Ostermarsch aufzurufen), sowie 50 € Kostenbeteiligung zahlen
2. die Kosten auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, in dem ihr einen Spendenbeitrag an die Ostermarschinitiative entrichtet.
3. in dem ihr mithelft, unser gemeinsames Anliegen in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, so dass sich möglichst viele Menschen am Ostermarsch beteiligen.

Bitte beratet darüber in Euren Organisationen und teilt bis Dienstag, 10. Februar 2026 mit, ob Ihr den Ostermarschaufruf unterzeichnet:

Rückmeldungen bitte an die DFG-VK Mainz-Wiesbaden, dfgvkmz<at>web.de
DFG-VK Mainz-Wiesbaden, Bürogemeinschaft, Walpodenstr. 10, 55116 Mainz

Beiträge und Spenden für den Ostermarsch bitte an:
DFG-VK Mainz-Wiesbaden, GLS-Bank, IBAN: DE05 4306 0967 4006 1617 41, Stichwort: Ostermarsch.

Ostermärsche in Hessen und Rheinland-Pfalz


Aufruf zum Mainz-Wiesbadener Ostermarsch 2026

Den Frieden lernen – nicht den Krieg!

Die Militarisierung Deutschlands schreitet voran und wird von der Bundesregierung als alternativlos präsentiert. Immer neue Argumente werden dafür ins Feld geführt – friedensstiftende Strategien werden nicht ausreichend gehört.

Die Aufrüstung generiert atemberaubende Profite für wenige auf Kosten aller: der Sozialstaat wird zurückgebaut, der ökologische Umbau gerät ins Stocken. Rüstungskonzerne und die waffenexportierenden Staaten verdienen an Kriegen, Kriegsverbrechen und Völkermorden.

Die „Wehr“pflicht wird reaktiviert, ein allgemeiner Pflichtdienst wird angestrebt. Es gibt Bestrebungen, auch im Gesundheitswesen militärischen Interessen Vorrang zu geben. Die Bundeswehr wirbt an den Schulen, Katastrophenschutz soll Unterrichtsfach werden.

Längst ist eine Entwicklung ins Rollen gebracht, die geprägt ist von Bedrohungsszenarien. Zerstörerische Automatismen werden in Gang gesetzt, die unaufhaltsam erscheinen.

Dem stemmen wir uns entgegen! Denn: Krieg ist kein Naturgesetz!

Kriege in aller Welt wie in Zentralafrika, der Ukraine, Nahost und Myanmar beweisen: Die Bereitschaft, Konflikte mit Gewalt lösen zu wollen, ist ungebrochen! Die größten Mächte, insbesondere die USA, Russland und China, wenden sich offen gegen das Völkerrecht, Menschenrechte, Demokratie und den Gedanken friedlicher Kooperation. Stattdessen praktizieren sie das brutale Recht des Stärkeren. Sie beanspruchen Einflusszonen und fordern Annexionen.

 

Krieg ist nie alternativlos.

Wir brauchen keine kriegstüchtige Bundeswehr. Wir brauchen Politiker:innen, die ihre ganze Kraft und Fähigkeit einsetzen, um ein friedliches Miteinander der Menschen zu erreichen.

Wie immer sind diejenigen, die über Kriege entscheiden, nicht diejenigen, die darin sterben.

Krieg beginnt auch hier.

In Mainz-Kastel wurden bereits 2021 die 2nd Multi Domain Task Force und das 56th Artillery Command mit Befehlsgewalt für atomar bestückbare Hyperschallraketen wie „Dark Eagle“ und weitere Mittelstreckenraketen installiert. In Büchel lagern US-Atombomben. Dadurch wird besonders unsere Region zum direkten Angriffsziel.

In Wiesbaden-Erbenheim befindet sich eine Kommandozentrale der Nato, in der Zieldaten für den Ukraine-Krieg verarbeitet und militärische Schläge gegen Russland befehligt werden.

Angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine fordern wir:

  • Sofortiger Waffenstillstand und Friedensverhandlungen, damit der Massenmord so schnell wie möglich aufhört und so viele Menschenleben wie möglich gerettet werden können. Jeder Kriegstag erhöht die Gefahr der Ausweitung und Eskalation des Kriegs zum weltweiten Atomkrieg!
  •  Unterstützung für die Menschen, die sich der Kriegsmaschinerie verweigern und Widerstand leisten!
  • Diplomatische Lösung des Konflikts durch Staaten und internationale Organisationen statt Fortsetzung des Krieges!
  • Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine!
  • Nein zur Nato-Osterweiterung!
  • Eine Friedensordnung basierend auf dem Völkerrecht und den Menschenrechten!

Nur eine gesamteuropäische Friedensvereinbarung gewährleistet ein friedliches Zusammenleben in Europa!
Die gigantische aktuelle Aufrüstung muss zum Wohle aller Menschen gestoppt werden. Geld für Militär fehlt im Kampf gegen globale Menschheitsprobleme wie Armut und Klimakatastrophe!

Der jüngste Gazakrieg, ausgelöst durch das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023, ist in der langen Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts die mörderischste Eskalation mit mehr als 70.000 Toten sowie Hunger und Elend im zerstörten kaum bewohnbaren Gazastreifen.

Wir fordern:

  • Beendigung aller Kampfhandlungen!
  • Keine Waffenlieferungen an Israel und andere Kriegsparteien!
  • Humanitäre Hilfslieferungen und Wiederaufbau des Gazastreifens!
  • Schluss mit der israelischen Besatzung! Schluss mit der Herrschaft der Hamas!
  • Auflösung der eine Friedenslösung verhindernden israelischen Siedlungen im Westjordanland! Schluss mit dem von den Siedlungen ausgehenden Terror gegen die palästinensische Bevölkerung!
  • Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte für alle Menschen in Israel und Palästina!

Außerdem fordern wir:

  • Abrüsten statt Aufrüsten! Nein zur Erhöhung der Rüstungsausgaben auf 5 % des Bruttoinlandprodukts und zum schrankenlosen Aufrüstungsprogramm für die Bundeswehr!
  • Entspannung und Zusammenarbeit statt Säbelrasseln und Konfrontation! Rückkehr zum Völkerrecht!
  • Atomwaffenverbot durchsetzen! Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags auch durch Deutschland! Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland!
  • Waffenlieferungen und Kriegskredite stoppen!
  • Kriegs- und Fluchtursachen beseitigen!
  • Weder militärische noch zivile Zwangsdienste! Nicht Reaktivierung, sondern Abschaffung der sogenannten Wehrpflicht!
  • Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung und Asyl für Menschen, die sich dem Krieg verweigern und die von Krieg bedroht sind!
  • Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr!
  • Keine weitere Militarisierung der EU!
  • Schluss mit der Unterstützung von Angriffskriegen und diktatorischen Regimen!
  • Keine atomar bestückbaren Hyperschallraketen weltweit! Auflösung des Raketenkommandos und des Ukraine-Unterstützungskommandos in Mainz-Kastel! 
  • Kein Werben fürs Sterben! Keine Bundeswehrwerbung in Schulen, Berufsbildungs-veranstaltungen und an Straßenbahnen und Bussen in Mainz/Wiesbaden!
  • Einführung oder Aufrechterhaltung von Friedenserziehung an Schulen und Aufrechterhaltung der Zivilklausel an Universitäten und Hochschulen!
  • Keine Bevorzugung von militärischem Personal vor Zivilisten bei medizinischen Behandlungen, wie sie die „Konzeption Zivile Verteidigung“ vorsieht

Es muss endlich eine Politik des friedlichen Miteinanders entwickelt werden.
Innerstaatliche und internationale Konflikte müssen gewaltfrei gelöst werden.
Krieg darf kein Mittel der Politik sein.
Krieg und Gewalt lösen keine Konflikte.
Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit.
Krieg ist organisierter Massenmord.
Krieg gebiert neue Kriege und neue Gewalt.
Krieg zerstört die Umwelt und das Klima.


Musikalische Begleitung: Absinto Orkestra


Beim Mainz-Wiesbadener Ostermarsch sind Nationalflaggen, Fahnen von kriegführenden Organisationen und kriegsverherrlichende Symbole unerwünscht.

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Alternativer Ostermarsch 2020

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Letztes Update: 16.01.2026, 19:37 Uhr